Donnerstag, 26. Januar 2012

Wir haben ein neues Zuhause

Hallo Leute,
ich möchte Euch hier mal kurz die Geschichte von Brunjo, meinem Bruder, und mir erzählen.
Wir kamen ca. im Mai 2009, so genau wissen wir das nicht, in Griechenland zur Welt, aber so wie es schien, wohl eher ungewollt. Wir waren noch kleine Hundekinder und total neugierig. Schließlich wollten wir ja die Welt kennenlernen. Eines Tages, wir dachten, wir machen mit unseren Menschen einen Ausflug oder so und freuten uns schon riesig auf was Neues, fuhren wir mit dem Auto von zu Hause weg. Auf dem Weg zur Autobahn hielten wir noch mal an und dann ging alles ganz schnell.
Die Menschen, denen wir so vertraut hatten, packten uns und warfen uns in ein trockenes, betoniertes Flußbett. Zuerst wußten wir gar nicht wie uns geschah und waren völlig geschockt. Was hatten wir denn falsch gemacht, daß man uns jetzt so bestraft? Aber dann dämmerte es uns .... man wollte uns einfach nur loswerden!!
Was nun? Dort unten in dem ausgetrockneten Flußbett konnten wir doch nicht bleiben! Wir wären ja kläglich verhungert und verdurstet! Also versuchten wir uns irgendwie mit aller Kraft aus dieser misslichen Lage zu befreien. Wir sprangen und kletterten so hoch wir nur konnten, aber wir schafften es nicht bis oben. Immer wieder rutschten wir ab, und wir versuchten es wieder und wieder. Aber bald schon ließen unsere Kräfte nach und es kam mir vor, als würde die Mauer immer höher werden. Wir kamen dort nicht mehr raus. Man, ich kann Euch sagen, wir hatten echt Angst und jauelten nur noch.
Aber wir hatten einen Schutzengel namens Rebecca. Sie war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wäre sie nicht gerade dort gewesen, würden wir heute nicht mehr leben, denn wir wären jämmerlich in der Hitze zu Grunde gegangen. Rebecca befreite uns aus dieser Betonhölle und brachte uns zu einer Freundin. Dort zeigten wir uns  von unserer besten Seite und von nun an waren wir in der Obhut der Tierhilfe-Griechenland. Das war zwar noch kein richtiges Zuhause, so wie wir es uns gewünscht hatten, mit einer eigenen Familie uns so, aber immerhin hatte man jetzt ein Auge auf uns. Man machte Fotos und wir kamen sogar in die Datenbank für Vermittlungstiere im Internet. Jetzt wußte die ganze Welt, das wir ein neues Zuhause suchten. Ich weiß nicht warum, aber es dauerte noch zwei Jahre bis sich endlich mal jemand für uns interessierte und nachfragte. Na ja, eigentlich interessierte man sich nur für mich, denn ich sollte als Freundin, als ein so genannter Zweithund, für einen gleichaltrigen Rüden in Deutschland herhalten. Irgendwie habe ich mich ja gefreut, aber ich war auch traurig, weil ich doch dann meinen Bruder Brunjo verlassen mußte. Schließlich waren wir noch nie von einander getrennt, und er hat auch immer auf mich aufgepasst! Und wenn der Rüde in Deutschland so ein verwöhnter Köter ist, dann komm ich mit dem doch gar nicht klar. Ich machte mir ganz schön Sorgen!
Es dauerte noch einige Zeit, bis man mich für die große Reise in dem eisernen Vogel fertig machte. Erst war kein Flug frei, dann keine Box oder es war kein Flugpate vorhanden und so vergingen noch mehrere Wochen. Fast hätte ich mein neues Zuhause wieder verloren, bevor ich es richtig hatte. Aber dann kam der große Tag. Am 21.12.2011 steckte Rebecca mich in eine Reisebox. Aber wieso waren da zwei Boxen? Ich kann es Euch sagen - Rebecca steckte auch Brunjo in eine Box und brachte uns beide zum Flughafen. Heißt das etwa....



























Ja, wir sind jetzt beide die Freunde von Mogly, dem "verwöhnten Köter" in Deutschland. Mogly war
übrigens auch mal ein Straßenhund genau wie wir. Allerdings kommt er ursprünglich aus Spanien. Glücklicherweise können wir ja alle hundisch und verstehen uns prächtig!

Wir haben jetzt ein neues Zuhause und einen lieben neuen Freund. Ich habe sogar einen neuen Namen - man ruft mich jetzt nur noch Dana.

Tschüs, bis bald
Eure Dana